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Wie schnell sind Sachen zu verschenken wirklich weg?

Projekt Beendet & Video Online

EINLEITUNG

Wir haben in der Innenstadt sechs Sachen aufgebaut – alle mit einem „Zu Verschenken“-Schild. Dann haben wir aus der Distanz gefilmt, was passiert.

DIE IDEE

„Zu verschenken“ funktioniert, das weiß jeder. Aber wie schnell genau – und was passiert mit Sachen, die keiner will? Wir haben sechs Gegenstände aufgestellt und die Zeit gemessen: Bücher, Fahrrad, Milchschäumer, Stuhl, ein Gemälde, eine Holzplatte.

DER VERLAUF

Die Bücher waren als erste weg. Dann das Fahrrad – jemand nahm es einfach mit, ohne zu zögern. Kurz danach der Milchschäumer. Nach einer Stunde wurde der Stuhl abgeholt. Das Gemälde dauerte zweieinhalb Stunden: Eine Person schaute kurz drauf, überlegte, und kam später zurück. Die Holzplatte interessierte bis zum Ende niemanden.

DAS PROBLEM

Was gut aussieht, verschwindet schnell. Was keiner will, bleibt liegen – und wird irgendwann zur Müllentsorgung auf Kosten der Allgemeinheit. Mehrere Städte reagieren schon darauf. Berlin hat Ende 2025 einen neuen Bußgeldkatalog eingeführt: Wer Gegenstände auf dem Gehweg abstellt, kann bis zu 1.500 Euro zahlen.

FAZIT

Das System funktioniert – aber nur für die attraktiven Sachen. Der Rest bleibt einfach liegen. Die Frage ist, wer das regeln soll und ob ein Bußgeld die richtige Antwort ist.