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Wiesn-Kontrolle im Test: Damit hab ich nicht gerechnet

Projekt beendet & Video online

EINLEITUNG

Letztes Jahr war ich auf der Wiesn – und hab mich schon da gewundert, wie schwammig die Kontrollen am Eingang sind. Mal wird reingeschaut, mal einfach durchgewunken. Bei rund sechs Millionen Besuchern wollte ich wissen: Ist das Zufall oder System? Also haben wir’s dieses Jahr getestet.

DIE REGELN

Damit klar ist, worum es geht: Auf dem Festgelände sind unter anderem Glasflaschen, Rucksäcke und Taschen über drei Liter sowie Messer und alles, was als Schlag-, Stoß- oder Stichwaffe taugt, verboten. Kinderwagen sind ab 18 Uhr und an den Samstagen komplett tabu. Seit 2024 sind an den Eingängen zusätzlich Metalldetektoren im Einsatz.

Wichtig: Wir haben bewusst nichts wirklich Gefährliches oder Verbotenes geschmuggelt – das wäre nicht okay und auch nicht der Punkt. Stattdessen haben wir Sachen aus der Grauzone genommen. Harmlos, aber Dinge, die bei einer ordentlichen Kontrolle definitiv nicht durchgegangen wären.

DAS SETUP

Fünf Versuche, fünf Gegenstände:

1. Bier in Glasflaschen
2. Ein Klappstuhl, versteckt unter der Jacke
3. Ein Paddelschläger, hinten in der Hose
4. Ein Kinderwagen – gefüllt mit Bierflaschen statt Kind
5. Ein Sumoringer-Kostüm

DER VERLAUF

Das Bier: ohne Probleme rein. Der Klappstuhl unter der Jacke: nicht kontrolliert. Der Paddelschläger: auch drin. Beim Kinderwagen hat ein „Servus, meine Frau ist mit dem Kind drin“ gereicht – reingeschaut hat niemand.

Dann der Sumoringer. Ein Kostüm-Verbot gibt es auf der Wiesn nicht – es gibt nicht mal eine Kleiderordnung. Rein durfte er also. Und hier muss man fair sein: Die Security hat ihn mit dem Metalldetektor abgecheckt. Das war gut. Trotzdem: In so einem Kostüm hätte man an den Beinen locker noch was verstecken können, ohne dass es auffällt.

DAS ERGEBNIS

Fast alles kam ohne Probleme durch. Die einzige echte Kontrolle gab’s beim Sumoringer – und selbst die hatte Lücken.

FAZIT

Bei so einer Riesenveranstaltung hab ich wirklich mit besseren Kontrollen gerechnet. Ich hoffe, dass da nachgebessert wird – bevor mal was passiert. Wie wurdet ihr auf der Wiesn kontrolliert?