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Marathon ohne Vorbereitung: Geht das?

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EINLEITUNG

Ich habe getestet, ob es möglich ist, einen Marathon ohne gezieltes Training zu absolvieren.

DIE IDEE

Für dieses Experiment habe ich mich zwei Wochen vor dem München Marathon angemeldet. Die Herausforderung: Seit über einem Jahr war ich nur zweimal laufen und hatte keinerlei Marathonvorbereitung absolviert.

Sogar meine Laufschuhe kaufte ich erst zwei Tage vor dem Rennen.

DER VERLAUF

Zu Beginn fühlte sich das Rennen überraschend gut an. Die ersten Kilometer liefen problemlos und auch beim Halbmarathon war die Motivation noch hoch.

WHOOP-Auswertung: 4:53:43 Laufzeit und Herzfrequenzzonen

Mit zunehmender Distanz machten sich jedoch die fehlende Vorbereitung und die Belastung bemerkbar. Ab etwa Kilometer 24 begannen die Beine zu schmerzen, später kamen Blasen an den Füßen hinzu. Mit jedem Kilometer wurde das Rennen anstrengender.

Trotz der Schmerzen ging es Schritt für Schritt weiter Richtung Ziel.

DAS ERGEBNIS

Nach 42,195 Kilometern erreichte ich schließlich das Ziel des München Marathons. Die offizielle Zeit lag bei rund 4 Stunden und 50 Minuten.

Der Moment im Ziel war unbeschreiblich. Nach mehreren Stunden körperlicher Belastung überwog die Freude darüber, die Herausforderung tatsächlich geschafft zu haben.

Lauf durch München am Neues Rathaus

FAZIT

Das Experiment zeigt, dass ein Marathon auch ohne gezielte Vorbereitung grundsätzlich möglich sein kann. Dennoch würde ich es niemandem empfehlen. Die Belastung für Muskeln, Gelenke und Knochen ist enorm und die Tage nach dem Lauf waren körperlich sehr unangenehm.

Wer einen Marathon laufen möchte, sollte sich ausreichend vorbereiten und ein strukturiertes Training absolvieren. Das erhöht nicht nur die Erfolgschancen, sondern reduziert auch das Verletzungsrisiko erheblich.